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Der Kreis ist nun geschlossen von Christian Hülsmeyers Experimenten
im Jahr 1904 bis zu SRTM im Jahr 2000. Im Rückblick auf die Entwicklung
der Radartechnik im 20. Jahrhundert erscheint der Fortschritt nahezu
unglaublich. Glücklicherweise gibt es auch heute keine Anzeichen, daß Ingenieure
nicht auch in Zukunft neue Ideen haben und die Radartechnik zu weiteren
Fortschritten führen werden.
Eine der wichtigsten Visionen der Zukunft sind Multi-Sensor-Systeme,
also die Fusion von Radar- und Infrarot- oder anderer Systeme.
Auf diese Weise können die Stärken der einzelnen kombiniert
und etwaige Schwächen in den Hintergrund gerückt werden.
Militärische Bordradare werden sich in zunehmendem
Maße mit Stealth-Eigenschaften moderner Flugzeuge auseinanderzusetzen
haben. Der Widerspruch der Forderungen an ein Flugzeug,
selbst Stealth-Eigenschaften zu haben, sich andererseits aber
durch den Einsatz seines eigenen Bordradars nicht zu verraten,
muß gelöst werden. Eine Möglichkeit kann hier das bistatische
Radar mit einem abgesetzten Beleuchter und lediglich einem
Empfänger an Bord des Flugzeugs bieten.
Radarantennen werden zukünftig in vielen Fällen keine
diskreten Körper mit den entsprechenden Radomen mehr sein, sondern als
strukturintegrierte Antennen den gegebenen Geometrien ihrer Träger, seien es
Flugzeuge, Schiffe oder andere Plattformen, angepaßt sein. Die nächsten
Generationen von AESA-Radaren an Bord von Flugzeugen werden über mehr als ein festes
Array verfügen um größere Raumwinkel abdecken zu können.
Nicht zuletzt wird die Geschwindigkeit digitaler Radardatenverarbeitung
durch paralleles Prozessing erhöht werden um die hohen Datenraten für
hochauflösende Radar-Betriebsmoden verarbeiten zu können.
Für Anregungen oder Kommentare zu dieser Veröffentlichung setzen
Sie sich bitte mit dem Autor in Verbindung:
Dr.-Ing. Wolfgang Holpp
EADS Deutschland GmbH
Defence Electronics
Wörthstraße 85
89077 Ulm/Donau
E-mail: wolfgang.holpp@eads.com
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